Fabrics of Translocality
Ula Ahmed, Masixole Ncevu & Roxana Rios
5. – 14.6.2026
Als Teil der Triennale Expanded der Triennale der Photographie Hamburg im Künstler*innenhaus Frise erkunden Ula Ahmed, Masixole Ncevu und Roxana Rios in fotografischen und intermedialen Arbeiten die vielschichtigen Verflechtungen von Raum, Identität und Geschichte. Im Zentrum stehen Erfahrungen und Zugehörigkeiten, die sich nicht an festen geografischen Grenzen orientieren, sondern in den Zwischenräumen von Bewegung, Migration und Erinnerung entstehen. Die Ausstellung entwirft selbstbestimmte Imaginationsräume, die sich in widerständigen Gesten, dem Erinnern als dringliche Handlung und Praktiken der Fürsorge entfalten.
Ula Ahmed ist eine sudanesische multidisziplinäre Künstlerin und Kulturforscherin mit Sitz in Hamburg. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit indigener Wissensproduktion, Frauenbewegungen sowie den politischen und kolonialen Verflechtungen der sudanesischen Geschichte auseinander. Mittels Fotografie, Video und partizipativer Formate untersucht sie Erinnerung, Verdrängung und Widerstand und fragt danach, wie fragmentierte Archive kollektive Identitäten prägen. Ahmed verbindet traditionelle sudanesische Erzählformen mit zeitgenössischen feministischen Diskursen und versteht ihre künstlerische Praxis als lebendiges Archiv gegen historisches Vergessen. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem bei Les Rencontres d’Arles 2021 und in der ifa-Galerie Berlin.
Masixole Ncevu verfolgt in seinem Werk tiefgreifende theoretische und konzeptuelle Forschungskomponenten. Seine Praxis verbindet verschiedene Medien wie Fotografie, Film, Zeichnungen, Performance und Ton. Ncevu lässt sich von der immateriellen Welt, postkolonialer Theorie und verschiedenen dekolonialen Ideologien inspirieren und interessiert sich für die soziologischen und psychologischen Anwendungsbereiche der Fotografie.
Roxana Rios schloss nach einem Doppelstudium der Fotografie und Performativen Künste an der HGB-Leipzig und der AdBK-Nürnberg 2023 mit Diplom ab. Seither wurde Rios’ Arbeit unter anderem im Museum Folkwang Essen, Museum der bildenden Künste Leipzig, FOTOHOF Salzburg, Foto Arsenal Wien, Fotomuseum Winterthur sowie den Deichtorhallen Hamburg gezeigt. Roxana erhielt das Stipendium für Zeitgenössische deutsche Fotografie 2024 und wurde 2025 von der Triennale der Photographie als FUTURES Talent ausgewählt. Rios Praxis hinterfragt hegemoniale Narrative sowie die Beziehungen zwischen Bild- und Wissensproduktion. Innerhalb fotografischer, performativer und installativer Formate untersucht they den Körper als Konstrukt, Material und Repräsentant*in innerhalb gesellschaftlicher (An-)Ordnungen. In dieser Funktion versteht sich die Arbeit als Testfeld utopischen Denkens, Sehens und Sprechens, als Beitrag zu zeitgenössischen, gesellschaftlichen sowie ästhetischen Diskursen.
