Next

All die Seiten
Jenny Schäfer

Eröffnung:
Donnerstag, 03.09.2026 ab 19 Uhr

Geöffnet:
4.– 06.9.2026
Fr – So, 14 – 18 Uhr und nach Absprache

Jenny Schäfer, (*1985 in Kassel) ist eine Hamburger Künstlerin, die sich ausgehend von Fotografie über Text, Objekte, Found Footage immer wieder mit dem Künstlerinnenbuch auseinandersetzt. Ihre Werke zeichnen sich durch eine Reflexion über die Medienkultur und die Konstruktion von Realität(en) aus, laden aber auch dazu ein über das Berühren und Verführerische der Konsumkultur nachzudenken. Dabei hinterfragt sie Fotografie als dokumentarisches Medium und nutzt es genau dafür – zur Dokumentation dessen was da ist oder sein könnte.

Jenny Schäfer zeigt in ihrer Ausstellung einige Publikationen im Künstler*innenhaus FRISE. Seit 2011 hat die Künstlerin über 20 Künstlerinnenbücher publiziert. Die Ausstellung soll eine Gleichzeitigkeit ihrer Publikationen bieten und ihrem stets inhärenten Interesse nach der Präsentation des artist books im Ausstellungsraum nachgehen.

Die Künstlerinnenbücher, die zum einen Schäfers komplexen Fragestellungen und ästhetischen Recherchen einen abgeschlossenen, transportablen Raum bieten und zum anderen erlauben mit einer inhärent narrativen, aber zugleich freien Struktur, Bild und Text, eigene Fotografien und Fundstücke entschieden miteinander zu verbinden sollen vor Ort durchgeblättert und betrachtet werden. Die Kunsthistorikerin Anja Schürmann formuliert dazu: Schäfer arbeite „gar nicht mehr mit Erzählungen oder klaren Hierarchien. Ihre Bilder hängen zusammen wie Musik: nicht durch eine Handlung, eher durch Tonlage oder Frequenz. Dieser Ansatz produziert eine andere Form von Wissen – kein Wissen über etwas, sondern ein Erleben als Wissensform.“ (https://bilderuniversum.substack.com/p/bilderuniversum-no-6-mit-anja-schurmann)

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.

Next

VERWOHNAROMA
Simon Starke

Eröffnung im und ums Gastatelier: Sa, 5.9. 2026, 16 Uhr

Sichtbar: 5.9. –  4.10. 2026

Plakate im (scheinbaren) Niemandsland öffentlichen Raums sind eine Resterampe bildnerischer Gestaltung. Offensichtlich reizen sie zum Abreißen (spontan oder gezielt). Das freut mich, weil ich so miterlebe, wie sich Auftritt und Sichtweise ineinander verwickeln.

Dass man sich mit der Ästhetik des Abgerissenen beschäftigt, ist nicht neu. Raimond Hains (er wäre jetzt 100) und seine „Affiches lacérées“ (auch Decollage genannt) werden leicht ausgezoomt und ins Fotopoetische hochgepitcht. Wieder auf Plakatwand etabliert, wird die Sache zur Würdigung dessen, was sich Vorort abspielt. 

Im gezeigten Doppelportrait nistet sich ein Hin und Her ein. Die Stoßrichtung der Ansagen verschiebt sich, wird selber Sprach-Abriss. Pflanzenformen tauschen auf, verstärken sich und zerfleddern. Neu-Sinn bilde®t sich. 

Simon Starke

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.

Next

Short Film Screening IN MOTION

Im Rahmen von Crossing Currents / Hamburg Art Week

6. September 20 Uhr

Mit Filmen von
Babak Behrouz, Doro Carl, Uli Fischer, Maja B. Hoffmann, Carina Khorkhordina, Helene Kummer, Aurelia Mihai, Natacha Nisic, Claudia, Reiche, Regine Steenbock, Chrisdian Wittenburg, Leo Zhang / Na (Yibing Fan)

Das Programm:
Maja Bogumila Hoffmann, Longing, 2025, 4:52
Uli Fischer , Eurydike, 2026, 7:49
Natacha Nisic, In Real Time, 37:00
Leo Zhang/ Na (Yibing Fan), Raw Material, 2024, 8:22
Helene Kummer, Such as – You, Kind of, 2022, 10:45
Doro Carl, Übungen zur Gelassenheit I-III, 2001-2004, 7:25

# # kurze Pause # # #

Chrisdian Wittenburg, Jahrestag, 2026, 11:46
Carina Khorkhordina, My Kaliningrad Datscha, 2026, 21:31
Babak Behrouz : oT (15 Minuten), 2015, 15 :19
Regine Steenbock, Biggi, 1986/87, 4:00
Claudia Reiche,  WHICHSEXTHESUNTHEMOONANDYOU, 2018, 4:55
Aurelia Mihai, City of Bucur, 2011, 21:4

(Programmzusammenstellung Regine Steenbock)

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.

Next

It’s Giving Found Family Vibes

Nurgül Dursun, Klim Kutsevskyy, Martha Micali, Ylenia Porpora, Assunta Spagna

Eröffnung:
Donnerstag, 10. September, 18 Uhr

Geöffnet: 10. -20. 9.
Freitag – Sonntag, 15 – 19 Uhr und nach Absprache

Inmitten imperialer Unruhen und doch sicher im bürgerlich-kapitalistischen Europa – sechs Künstler*innen setzen sich durch sorgfältige Beobachtung, Recherche und Engagement mit ihrem Kontext auseinander. Jede*r von ihnen bedient sich Strategien der Aneignung, Subversion und Umdeutung, um institutionelle Manipulation, die Fragilität der Erinnerung und kollektive Narrative in Frage zu stellen. Sie lehnen künstlerische Isolation und Konkurrenz ab und ziehen Beziehung der Rivalität vor.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.

Past

Das mit blauem Kreidestift handschriftich geschriebene Wort Counterflows ist auf einem sw-Bild mit schwarzen Flecken zu sehen

Counterflows

AYŞE ATEŞ
JULIA NORDHOLZ

Eröffnung:
Samstag, 08. August 2026, 19 Uhr

Geöffnet:
09. – 15. August 2026
Do – Sa, 15 – 18 Uhr und nach Absprache

Water binds across time, connecting what is distant. It purifies — drawing the residues of the past away from the present surface. It accumulates in layers, each one holding the weight of what came before. Water does not stay where it is put. It finds levels, carries what it touches, leaves behind what it cannot hold. Surfaces hold. Beneath the visible, something continues to move.

Here, water is encountered through opposing currents rather than a single flow. Movements run alongside one another, interrupt, diverge, and persist in tension. What unfolds is not continuity, but coexistence — different directions held within the same space.

The exhibition stays with these conditions rather than defining them. It brings multiple flows into proximity, allowing them to counter one another without resolving into a unified narrative. Meaning does not settle; it circulates through shifts, pauses, and returns. Counterflows invites the viewer to move through this field attentively — following what resists, what overlaps, and what runs beneath the surface.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.


past

Das Foto zeigt einen Aufsteller mit Friseurmotiv aus den 80ern. Der Aufsteller steht in einer Ramschecke

Frise
Aktionsschau
Fotografie

Eröffnung:
Freitag, 3. Juli 2026, 19 Uhr

Geöffnet:
4.–5. Juli 2026
Sa–So, 15–19 Uhr

„Fotografieren bedeutet, teilzuhaben an der Sterblichkeit, Verletzlichkeit und Wandelbarkeit anderer Menschen oder Dinge“, schreibt Susan Sontag 1977 in ihrer Essaysammlung „On Photography“. Durch Fotografie werde die Realität „in eine Summe von beiläufigen Bruchstücken zusammengefasst – eine unaufhörlich verlockende, streng reduzierende Methode, mit der Welt fertigzuwerden.“

Anlässlich der 9. Triennale der Photographie Hamburg lädt das FRISE Künstler*innenhaus Hamburg zur Gemeinschaftsausstellung Frise Aktionsschau Fotografie ein. Ob im Sinne Susan Sontags oder der Frage, was Fotografie heute sein kann: Die Ausstellung präsentiert eine Vielfalt fotografischer Praktiken und versammelt Positionen, die das Medium nicht als klar umrissenes Genre, sondern als offenes Feld künstlerischer Verfahren begreifen.

Die im FRISE Künstler*innenhaus – einem ehemaligen Friseurinstitut – arbeitenden Künstler*innen nutzen Fotografie auf ganz unterschiedliche Weise: Als dokumentarische Geste, konzeptuelles Werkzeug, Bestandteil installativer Arbeiten oder als Ausgangspunkt für performative und filmische Prozesse, die über das Statische hinausweisen. Dabei fungiert Fotografie nicht allein als Bildproduktion, sondern als Denk- und Handlungsform, die Prozesse des Sichtbarmachens, Archivierens, Übersetzens und Inszenierens verhandelt. Die Schau gewährt Einblicke in das breite Spektrum künstlerischer Auseinandersetzungen und unterstreicht den kollektiven, experimentellen Geist des Hauses. 

Mit:
Claudia Behling, Julia Berg, Torsten Bruch, Rahel Bruns, Doro Carl, Uli M. Fischer, Hinrich Gross, Dorothea Heinrich, Maja Bogumila Hoffmann, Hiroko Kameda, Christian F. Kintz, Nis Knudsen, Jochen Lempert, Matthias Meyer, Helene von Oldenburg, Franziska Opel, Eva Riekehof, Lola Romboy, Dodo Schielein, Doris Schneider, Sylvia Schultes, Wiebke Schwarzhans, Regine Steenbock, Youssef Tabti, Elisabeth Wagner, Chrisdian Wittenburg

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona.