Programmschwerpunkt 2026
ein übersetzungsversuch (several acts)
martian m. mächler mit Joseph Baan,
weather forecast, Elisa Nessler und
Lennart Häusser
Ausstellung und Programm: 5.3.26. – 11.4.202

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Schreibworkshop weather forecast
(Esther Vorwerk & martian m. mächler) – sharing words
Teilnehmer:innenanzahl: ca. 15 Personen
(nur auf Anmeldung: m@mmmaechler.com)
Finissage & Sharing
Sa, 11.4.26, 18 – 20 Uhr
prelude
ich öffne ein fenster. nein, kein fenster. ich schiebe einen der schweren vorhänge zur seite. und trete hervor. mein gesicht wird von einem weit entfernten bühnenlicht getroffen, das nach einer antwort dürstet. teile von mir zerfliessen und verstecken sich hinter einem der noch zugezogenen dunkelroten stoffe, andere fliegen rauf und werden von der decke aufgefangen. wir erröten. wir atmen ein, und holen einen tiefen luftzug, um das auszusprechen, worauf alle bereits warten. aber es bleibt stecken, irgendwo in der nähe der stimmbänder. auch der chor, der im bauch lebt, will das nicht übernehmen. alles, was eigentlich keine augen hat, schaut mich an. und ich schliesse mich ihnen an, und sehe mich, wie ich mich nicht bewege.
das bühnenlicht wendet sich verlegen ab und leuchtet den raum aus. es hat stühle, aber niemand sitzt darauf. ein leerer mülleimer. eine uhr. viele türme aus büchern. Ganze sammlungen an objekten und materialien. sie spiegeln, sie klingen, von draussen. mit vielen leerstellen dazwischen. meine lippen sind trocken. ich würde gerne etwas sagen. mein zeh zuckt abseits vom licht, und ein zeigefinger folgt dem klang, der sich kreisförmig durch den raum bewegt. ein zerflossener zeh mischt sich ein, gleich in dem moment, in dem der popsong von einer der kreisbewegungen verschluckt wird. i try to sing along, but the choir is still busy humming an optimistic grumble. die schwere in meinen schultern drückt dagegen. ich versuche etwas zu sagen. aber die worte fehlen, sie sind zu sperrig, nicht richtig für diesen raum geschrieben. entziehen sich dem ticken. sie fühlen sich an, als ob sie abgetrennt von meinen zehen, sich ausserhalb meiner haut befinden.
ein stuhl rückt näher. in kleinen nischen höre ich einzelne worte, es flüstert aus den büchertürmen. ich sehe kerben. ein zusammengekrügeltes papier, das neben dem mülleimer liegt. stimmen, die sich verbinden, mit welchen ich schwimmen kann, dort wo brücken zusammengebrochen sind. wo wir gemeinsam warten, unlesbarkeit üben, uns orientieren. dort wo vielleicht kein weg sichtbar ist, aber desirelines angedeutet sind. von wo wir übersetzen und anlegerpunkte suchen, dort wo wasser fliesst, oder irgendwo, wo der boden fester scheint, wir aber trotzdem sea legs verspüren.
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Was filmen eigentlich Tanja Bächlein und Arne Bunk?
Und warum?
15.4.26, 19.30 Uhr
Filmabend mit Gespräch
In ihrem experimentellen Dokumentarfilm untersuchen Arne Bunk und Tanja Bächlein das Deutsche Literaturarchiv in Marbach als einen Ort der Auswahl und Verdichtung. Ausgehend von der Frage, wie Wissen gesammelt, geordnet und weitergegeben wird, verbindet der Film dokumentarische Beobachtung mit künstlerischen Interventionen.
Gemeinsam mit dem Opernsänger Elliott Carlton Hines, dem Musiker Andrea Belfi und dem Medienphilosophen Knut Ebeling entsteht ein vielstimmiges Gefüge aus Klang, Text und Bild. Die Stimme wird dabei zum Medium zwischen Körper und Sprache, zwischen Wissen und Nicht-Wissen – im Zusammenspiel mit Handlungen, Klängen und Bildern. Zugleich öffnet sie einen Raum des Nachdenkens und Reflektierens.
Der Film fragt, was Archive sichtbar machen und was sie ausblenden, und versteht sie zugleich als Orte, an denen nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern auch Zukunft entworfen wird.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Hansestadt Hamburg.
past
This Is About A Book
Klasse Jason Dodge, HFBK Hamburg
Ausstellung und Programm: 6. bis 22.2.2026
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