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Jochen Kuhn
Erben, Wächter und Propheten

Eröffnung: Fr, 15. Oktober 19 Uhr
Geöffnet: 16 – 24. Oktober, Sa + So 16 –19 Uhr

Jochen Kuhn studierte Kunst in Hamburg. Seit 1972 machte er Filme, Malerei, Drehbücher, Filmmusiken, Fotos. Nach einem Villa Massimo-Stipendium wurde er Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er gewann zahlreiche Filmpreise, darunter drei Mal den Deutschen Filmpreis; den Großen Preis von Oberhausen; den Hessischen Filmpreis; den Preis der Landeshauptstadt beim ITF Stuttgart; den Preis der Deuschen Filmkritik; den Grand Prize for best international short, Festival du nouveau cinéma, Montreal, Canada; den 1. Preis/Animationsfilm internationales Kurzfilmfest, Tampere /Finnland; den Golden Award beim int. Festival in Zagreb, Kroatien; den Golden Hare in Lissabon, Portugal.

Seine Filme, Malerei, Zeichnungen und Fotoserien wurden aufgeführt in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen u. a. im Badischen Kunstverein, Karlsruhe; im Kunstverein Hannover; in der Galerie Scheidemann und Galerie Christoph Grau, Hamburg; der Galerie Peter Kilchmann, Zürich;, in München (Sammlung Goetz im Haus der Kunst), Hamburg (Thema «Warten» in der Hamburger Kunsthalle), London (Parasol Unit, «Momentary Momentum: Animated Drawings») u.v.a.

Jochen Kuhn ist vorwiegend als Filmemacher in Erscheinung getreten und hat sich mit seinen animierten Filmen auf zahlreichen Festivals einen Namen gemacht. Seine Filme entstehen nicht am Trickfilmtisch oder mit Hilfe von Computerprogrammen, sondern durch das ständige Übermalen und Verwischen auf der Leinwand sowie mit Hilfe von Diaprojektionen. Bei fast allen Filmen schreibt Jochen Kuhn das Drehbuch selbst, führt die Regie, fungiert als Kameramann, übernimmt die Sprecherrolle und komponiert die Musik/Sounds. Nur den Schnitt und den Ton erarbeitet er gemeinsam mit Olaf Meltzer. Bazon Brock nennt seine Filme „Lichteratur“: eine Zusammensetzung aus Licht und Literatur. Kuhn begibt sich dabei auf eine gegenständliche „Malerreise“ und nimmt den Betrachter gerne an der Hand. Erzählt werden kurze Episoden mit traumähnlichen Narrationsstrukturen. Mit den Worten des Künstlers ausgedrückt: „Der Kern ist fiktiv und der Rahmen ist fast immer alltäglich“. Im Mittelpunkt stehen sonderbar anmutende Geschichten, deren Verlauf für den Betrachter nicht vorhersehbar sind, da diese non-linear verlaufen und sich den bekannten Erzählstrukturen widersetzen. (Aus Galerie Kilchmann, Zürich)

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg

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Herbert Hofer
Methode Negation

Skulptur, Foto-, Farb-, Textarbeiten
Eröffnung: Do 7. Oktober 2021, 19 Uhr
Geöffnet: 8. – 10. Oktober, 15–19 Uhr

Der Wiener Bildhauer Herbert Hofer schreibt:
Nichts je vollständig, nichts je eindeutig, alles gebrochen!
Meine Arbeit ist angetrieben von einem Unbehagen einer jeden unkommentierten, unkorrigierten oder ungebrochenen Aussage gegenüber. Und zwar einerseits aus der Einsicht in Wahrnehmungsergebnisse als von biologischen, psychischen und sozialen Bedingungen abhängige und daher grundsätzlich instabile Konstrukte. Und andererseits aus dem Wissen um jene Gewalt, die jeder Gültigkeitsanspruch einer einzelnen, unkommentierten Darstellung all solchen Wahrnehmungen antut, die aus abweichenden Sensibilitäten und Bedürfnissen hervorgehen.

Die Ausstellung Methode Negation zeigt analoge Fotoarbeiten, Farbarbeiten, Foto- und Textskulpturen als deren Gemeinsamkeit die Überlagerung von Wahrnehmungsversionen gelten kann. Paradigmatisch ist eine Werkgruppe, in der, in einem rein analogen Prozess, ein Bildpositiv und ein Bildnegativ desselben Motivs – zueinander verdreht, verschoben, gespiegelt – ineinander belichtet werden. Ähnlich generieren Überlagerungen, Streuungen, Knitterungen und Verdopplungen auch in anderen Prozessen abweichende Ansichten und dienen damit der Hinterfragung der Bilder.
www.herberthofer.at

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, das Bezirksamt Altona und das Ministerium der Republik Österreich für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

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„Lichtschiene“
Lichtinstallation

Kurt Laurenz Theinert (Stuttgart)
Sigrid Sandmann (Hamburg)
Hinrich Gross (Hamburg)

Eröffnung: Fr 1.10.2021, 19 Uhr
Geöffnet: Sa 2. + So 3.10., 16–18 Uhr

Die drei Künstler*innen sind es gewohnt, große raum-, fassaden- oder gar platzfüllende Installationen zu projektieren. Was sie besonders verbindet, ist, dass sie alle auf der „Lichtschiene“ unterwegs sind.

In der für die FRISE konzipierten Gemeinschaftsausstellung werden Laser ihre Linien durch die Türfluchten ziehen, fragt ein Konglomerat scheinender Boxen nach dem Grund, auf oder aus dem sie dort stehen. Ein Bodenmapping lässt Licht über das Schuhwerk der Anwesenden fließen. Eher leise werden hier Spielarten des Lichts vorgeführt, eines Mediums, das auch in geringer Dosis seine Macht entfaltet.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und das Bezirksamt Altona

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philip gaißer

Philip Gaißer
Technisches Grün

Eröffnung:
Sa, den 25.9.2021, 17 Uhr
Geöffnet: 26. + 27.9., 16–19 Uhr

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg

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Sunny Legs
Maria Zahle + Tillmann Terbuyken 


Eröffnung & Buchvorstellung:
Fr. 17.9.2021, ab 19 Uhr
Special event of the Sunny-Legs-Choir featuring Jason Dungan and others

Maria Zahle und Tillmann Terbuyken lernten sich während ihres Studiums an der Royal Academy Schools in London und an der HFBK Hamburg um das Jahr 2006 herum kennen. Seitdem spielen sie bereits mit dem Gedanken gemeinsam auszustellen. Ihre Arbeit vereint die Faszination an Farbe, Text und Bildern. Ein rotes Bild ist gleichzeitig ein Stück Sperrholz, eine gewebte Skulptur löst sich in ihre Fäden auf und eine Waidpflanze wird zu einem blauen Fleck. Kunstwerke verweisen auf ihre eigene Stofflichkeit aber reflektieren auch zurück auf uns, unseren Körper als Künstlerinnen und Betrachter.

Die enge Verbindung zwischen Künstlerin und Kunstwerk wirft Michelangelo Pistoletto’s Frage auf, ob ein Kunstwerk ein autonomes Objekt in der Welt ist, oder eher ein Instrument der Selbstreflektion. Sind Kunstwerke Subjekte in sich selbst, oder sind sie ‚ogetti in meno‘ (Minus-Objekte), ziehen sich ab, anstatt sich der Welt der Objekte auf zu addieren? Der Titel „Sunny Legs“ entstand aus einem Spiel „cadavre exquis“ – als beide Künstlerinnen sich sich gleichzeitig Adjektive und Nomen per Text schickten. Die Ausstellung zeigt neue eigene Arbeiten von beiden und auch Zusammenarbeiten von Zahle und Terbuyken, entstanden während Zahles Resicency im Künstlerhaus Frise.

Während der Öffnungszeiten wird es ein Special Event des Sunny-Legs Chores geben, mit Special Guest Jason Dungan und anderen Friends and Lovers, tba. Zur Ausstellung wird eine Publikation mit Gedichten von Maria Zahle illustriert von Tillmann Terbuyken erscheinen.
Bild: „Atelierfußboden“, Maria Zahle und Tillmann Terbuyken, 2021

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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Maja Rieder
Two Parts
10.–12.9.21

Die in Basel lebende und arbeitende Künstlerin zeichnet sich durch einen besonderen, konsequenten und überzeugenden Umgang mit Papier und Farbe, mit Zeichen und Formen aus. Ihre Werke weisen eine bemerkenswerte Präsenz und eine anregende Vielschichtigkeit auf, auch wenn man auf den ersten Blick meinen könnte, es handle sich um «klassische» Arbeiten auf Papier. Ihre Arbeiten machen deutlich, dass Zeichnungen nichts kaschieren – tatsächlich legen Maja Rieders Werke den Entstehungsprozess schonungslos offen, und das macht sie so besonders. Die Entstehung ist auf dem Blatt nachvollziehbar, eine zeitliche Abfolge wird sichbar. (…..)

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, des Bezirksamtes Altona und Hamburgische Kulturstiftung #kunstkenntkeinenshutdown

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Kultursommer Programm

Richas Digest
The Undigestible
27.8.21 – 5.9.2021

Publikationen und Prints 2013–2020

Nach dem Start des Journals für Fotografie RICHAS DIGEST im Jahr 2013 eröffnete der Künstler Achim Riechers einen gleichnamigen Ausstellungsraum für Fotografie + Kunst + Publikationen. Mittlerweile befindet sich dieser Concept Show Room in der ehemaligen Fahrerloge des Deutschen Modeinstituts in der Kölner Südstadt auf einem Parkplatz an der Lothringer Straße 51. Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen umfassen Ausstellungen, Konzerte, Buchpräsentationen anderer und eigener Publikationen und die legendäre ART BOOKS NIGHT OUT #1 – #6. richasdigest

Die Ausstellung wird durch Werke im Außenraum der FRISE ergänzt.
Öffnungszeiten unter Vorbehalt und nach Vereinbarung:  Tel. 040/45 55 14

Zur Ausstellung erscheinen zwei neue Publikationen:
„Vanitas“ (2020), 29 x 21 cm, 120 Seiten, 114 Abbildungen Farbe und
„Richas Digest Prospekt“ (Formloses Klischee), 29 x 21 cm, 96 Seiten, 84 Abbildungen Farbe.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und das Bezirksamt Altona

Rundgang West

01 
Christian F. Kintz: Weg-Weiser
Eine Bodenintervention, ab dem 2.9.21 auf dem FRISE Hof, als im wahrsten Sinne weg-weisender künstlerischer Eingriff. Soll an mehreren Stellen auf dem Gelände des Künstlerhauses FRISE eine Bodenarbeit entstehen. Als Sichtbarmachung des auf den ansonsten nicht wahrgenommenen Bodens, auf dem wir stehen und flüchtig gehen, markiert und lenkt diese den Witterungen ausgesetzte, ephemere farbliche Bearbeitung die Schritte und Blicke der Flanierenden, Passierenden und Vorbeihuschenden. Mit der Zeit wird die künstlerische Arbeit von der Witterung und auch von den darüberlaufenden Füßen abgetragen. So ist sie dem Lauf der Dinge und der Zeit ausgesetzt und markiert diese durch ihr sich veränderndes Erscheinungsbild.


02
Eva Riekehof: Dreh den Bierfilz

Auf den Tresen verschiedener Kunstorte und anderen dazwischen gelegenen „Eckkneipen“ liegen Bierfilze aus, die mit einer Anweisung dazu einladen, ein gegenwärtiges Statement zu zeichnen. Die Aktion nimmt die langsam verschwindende Gesprächskultur auf dem Bierfilz auf. Es wird weitergekritzelt und ausgetauscht. Orte u. a.: FRISE, Faktor, Kunstimbiss, Cantina Fux, Ecke Haubach- / Julius-Leber-Straße.


03
Franziska Opel: Story of, „Ein lebendiges Zeichen“ 
Auf dem betonierten Parkplatz der Frise soll ein grünes überdimensionales Wappen (150 x 210 cm) liegen. Es handelt sich dabei um eine Wappenform aus Stahl.  In dem Emblem befindet sich Rasen, der sich über die Witterungsverhältnisse gegebenenfalls verändern wird. Auch ist dem Betrachter unklar ob man es begehen/darin liegen kann oder nicht. Wenn man sich hineinlegt wird man direkt Teil eines Zeichens. Hier werden Fragen nach Zugehörigkeit, Vergangenheit und Zukunft aufgemacht.


04
Hinrich Gross: Sand in Licht
eine Bodenprojektion, Eulenstr. 31–35 / Arnoldstr. 20, 22765 Hamburg-Ottensen, Motte Spielpark, durchgehend zu sehen. Der Schriftzug SAND IN LIGHT wird projiziert auf den Sand eines öffentlichen Spielplatzes. Man wird feststellen, dass man liest, was man sieht, der Inhalt bildet die Form. Aus sprachlich-stilistischer Sicht handelt es sich um ein Anagramm, eine besonders im Barock beliebte poetische Figur. Damals wie heute mögen dabei manche einen Ruf aus der Ferne vernehmen: Land in Sicht!


05
Ole Henrik Hagen: Oda’s Blumen
Eine Neonskulptur in Form eines stilisierten Blumenstraußes schwebt über dem FRISE Hof.
2.9.–5.9. ganztägig zu sehen.


06
Rahel Bruns: Festes Versprechen
eingebrannte Sprache, Brennbare Fundstücke, Teile von Bauholz, weggeworfene Kartons, Paletten etc. werden von mir so lange belauscht, bis ich aufschnappe was sie – so herumliegend – den ganzen Tag hören. Worte, Wort,- oder Satzfetzen davon werden den Objekten im Atelier eingebrannt um sie daraufhin wieder an ihrem Stammplatz entlang des Westwalks auszulegen, wo sie von den Besucher*innen des Rundgangs entdeckt werden können. Wie vergänglich oder wirkmächtig ist Sprache? Was brennt sich ein?

07
Sylvie Réno, Blandine Herrmann, Fred Clavère
Zwischen der Bushaltestelle Neumühlener Kirchenweg, entlang am Donnerspark. Deutsch – französische Playlist, Malerei, Zeichen: Resonanz Muster auf 50 x 50 cm Beton. (mit S. Mohr: Passage – Hamburg – Marseille)


08
Sabine Mohr: re:nature, by the way  
eine Quelle am Wegesrand, zwischen Elbtreppe und Busstation Neumühlener Kirchenweg Bus 13. An der Grenze zwischen Natur und Beton am zur Straße hin abfallenden Park entspringt eine Quelle. In Kaskaden herabfallend bildet sie einen kleinen Wasserfall, der sich in ein halbnatürliches Bassin ergießt. Ein kleines Biotop mit Brunnenkresse und anderen wilden Pflanzen ist hier entstanden. Das glasklare Wasser mündet in einer Rinne verschwindet letztendlich in einem Siel. Unbeachtet von den Passanten ist hier eine poetische, ja zauberhafte Situation entstanden, die manchmal sogar von einem Entenpärchen aufgesucht wird. Gleich daneben beginnt die Betonwüste der neueren Elbbebauung. Die Rinne wird gesäubert und die Wasserfall-Situation durch eine kleine Installation zelebriert. Parallel dazu wird ein Film dieser Szenerie im Außenraum des Künstlerhaus FRISE projiziert. Die Künstlerin ist am 4.9. und 5.9. von 12–13 Uhr vor Ort.


09
Thomas Schlottmann: Agharta # 2
eine Wegstrecken-Serie. Auf einer Strecke zwischen dem Künstlerhaus FRISE und dem Kunstraum Frappant wird eine Serie von abstrakten Bildern den Spaziergänger zwischen den Orten begleiten. Die Serienformate und Präsentationsformen sind von Bild zu Bild unterschiedlich und einige Miniaturen werden nur dem suchenden Auge gewahr werden. Die Serie „Agharta“ besteht aus  Langzeit-Belichtungen von fliegenden Leuchtdioden aus einer Installation des Künstlers Takeshi Sasaoka, der im Zuge eines Künstleraustausches zwischen der FRISE und der Hamburger Partnerstadt Osaka in der FRISE ausgestellt hatte. Die Wegstrecken-Serie steht u.a. für die globale Verbundenheit der Künstler.


10
Sylvia Schultes: Ausschlag
Wandgemälde auf der FRISE Nordwand. Zum Kultursommer 2021 werden von Sylvia Schultes Teile der Nordfassade der FRISE bemalt die direkt auf einen Spielplatz zeigt. Er wird von vielen Anwohnern als Durchgang genutzt und dient im Sommer den Familien als Treffpunkt. Diese Wand wurde kürzlich Rosa gestrichen und hat im oberen Teil den blauen Schriftzug FRISE. Die Wandbemalung spielt mit dem rauen Putz und der dominanten Grundfarbe.
Ort: Frise Nordwand Motte Spielplatz, ab jetzt ganztägig zu sehen.


11
Uli M. Fischer: Von den Wassern
Wasserläufe durchströmen die gesamte Erdoberfläche, manche sichtbar als Bäche oder Flüsse, manche suchen sich im Untergrund unsichtbar ihre Wege. Auch unter den stark versiegelten Flächen einer Großstadt fließen diese Wasserläufe. Die wenigen Stellen, an denen sie sichtbar werden, werden meist im Rahmen der städtischen Wohnraumverdichtung zugeschüttet und überbaut. Das Wasser bleibt jedoch, es durchströmt weiterhin den Untergrund. Es schert sich nicht um uns und die Versiegelung der Oberflächen, es sucht sich seine eigenen Wege und nagt an den Fundamenten unserer verbauten Zukunft.
Ort: Winterstraße 2, 22765 Hamburg, 3.–5. September 15–20 Uhr


12
Youssef Tabti: Walking in Circles
 Unterwegs mit der Polaroïd-Kamera“, 3.–5. September auf dem FRISE Hof. Ziel des Projektes ist ohne Plan mit eine Polaroid-Kamera durch die Straßen in Altona sich treiben zu lassen, Augen offenhalten und so den eigenen Stadtteil neu kennenlernen. Besonders natürliches Sonnenlicht kommt die Fotos zugute. Normale Sofortbildkameras haben ein Objektiv zwischen 50 und 60 Millimetern Brennweite. Das heißt, sie nehmen ungefähr das auf, was man mit den Augen sehen kann. Daher sind folgende Motive perfekt: kleine Stillleben,Detailaufnahmen. Die Fotos werden im Hinterhof an den Wänden des FRISE-Künstlerhaus aufgehängt. 


13
Thomas Rieck: Lachyoga Performance
Lachyoga ist im Grunde eine vergnügliche Atemübung, die in kurzer Zeit viel Stress abbaut und im Mitlachen Energie tankt. Das passt in die Gegenwart. Ich würde gerne an den verschiedenen Kunstorten mit interessierten Besuchern und Flaneuren in einer gemeinsamen Performance lachen. Wir lachen uns gemeinsam durch die einzelnen Lachyoga-Übungen. Die Anzahl der aufein- ander abgestimmten Übungen kann variieren, der Situation angemessen. Der atmosphärische Impuls für Aufklärung ist Aufheiterung. Lachyoga ist Aufheiterung.
Zeitfaktor: ca. 10 bis 20 Minuten pro Veranstaltung.
2.9. 20 Uhr Frise Hof vor Uli Fischers Film  
4.9. 12 Uhr Frappant  
4.9. 16 Uhr Kunst-Imbiss, Neue große Bergstraße, Altona  
5.9. 12 Uhr  Sabines Quelle

ABZ Open Air-Filmprogramm
2. bis 5. September | 20.30–23 Uhr

Das Abbildungszentrum zeigt an drei Abenden Filme aus eigener Produktion und Filme befreundeter Filmemacher*innen. Zu sehen und zu hören sind kurze und mittellange Filme, Dokumentar- und Spielfilme, Premieren, Wiederaufführungen, eine Filmbuchvorstellung mit Beispielfilmen, Lehrfilme, Filme fürs Netz, Reisefilme und Filme, die noch in der Entstehung sind. Ein Blick hinter die Kulissen.

Donnerstag

Ich sehe was, was Du nicht siehst (30 min)
Uli M. Fischer
Ein Film über die Frühzeit der Fotografie. Der Film zeichnet die Biografien zweier Künstler nach, die mit der Erfindung der Fotografie, zu tragischem Ruhm gelangen. Erste Ausschnitte. 

Kino und Bewegung – ein Dialog (40 min)
Hans-Jörg Kapp und Jörn Staeger
Auch wenn das Medium Kino ursprünglich als Motion Pictures benannt wird – wie wichtig ist das Gestaltungsmittel der Bewegung für das jüngere Kino? Hans-Jörg Kapp stellt sein jüngst erschienenes Filmbuch Motion Picture Design vor und spricht mit Jörn Staeger über dessen Film Velo Mysterium (2013, 6 min). Zu Velo Mysterium: „Eine Hommage an das Fahrradfahren als experimentelles Filmgedicht über die Symbiose von Mensch und Drahtesel. Der Betrachter durchfährt drei Zustände: Das Fahrrad als Raumschiff, als Körpermaschine und als Zeitrad.“

Transit Exil Immigration (30 min)
Doro Carl
Vorstellung der Website www.transit-exil.de mit Langzeitportraits ehemals Gefüchteter. Dabei geben Geflüchtete Einblick in ihre Erfahrungen in Deutschland. Aufbauend auf die Dokumentation ihrer Erzählungen von 2011 bis 2016 sind mit einem Abstand von 5 Jahren noch einmal die jeweiligen filmischen Portraits fortgesetzt und erweitert. 

Zwischensprachen _ Statements + Videodolmetschen (15 min)
Andreas Theurer
ZwischenSprachen-Webseiten und Lehrfilme versorgen Fachkräfte, Sprachmittler_innen, Dolmetscher_innen, Akteur_innen und Interessierte rund um das Thema Dolmetschen mit relevanten Inhalten.

Freitag

Le Modéle Optique (7min)
Wiebke Schwarzhans
Das Set eines fiktiven Fashion-Fotoshootings. Drei Körper in schwarzen Blousons agieren mit Nelken, einer Vase und verschiedenen Spiegeln. Sie scheinen einer Choreografie zu folgen, die um Variationen eines physikalischen Experimentes kreist. Eine optische Illusion entsteht. On- und Off-Stage verschwimmen. Zwei weiblich klingende Stimmen kommentieren allwissend und mit kryptischen Botschaften das Geschehen. LE MODÈLE OPTIQUE ist ein Film, der in subtilen Gesten über Femininitäten und den Gloss von Bildern nachdenkt.

You Know some Birds (45 min)
Regine Steenbock
Eine filmische Annäherung an die physische und metaphysische Welt der Miao aus der chinesischen Provinz Guizhou. Die bewegte und detailreich beobachtende Kamera nimmt unmittelbar daran teil wie etwa eine Gruppe von jungen Männern einen Wettstreit mit männlichen Singvögeln austrägt, der Art und Weise wie ein Musikinstrument gebaut, Reis gepflückt,  eine Kuh geschlachtet, das Neue Jahr gefeiert oder eine verstorbene Dorfbewohnerin ins Reich der Vorfahren überführt wird. 

Bis die Gestapo kam – das Chinesenviertel (60 min)
Bertram Rotermund und Rudolf Simon
Der Film begibt sich auf Spurensuche nach dem ehemaligen „Chinesenviertel“ auf St. Pauli das am 13. Mai 1944 durch die gewaltsame “ Chinesenaktion“ der Gestapo ausgelöscht wurde. 130 chinesische Männer wurden damals festgenommen, misshandelt und monatelang im Arbeitserziehungslager „Langer Morgen“ im Hamburger Hafen inhaftiert.
Die Filmemacher sprechen mit zahlreichen Zeitzeug*innen, die sehr eindrücklich von ihren Erlebnissen und Erinnerungen an die chinesische Community in St.Pauli der Kriegs- und Nachkriegszeit berichten.



Samstag

Das Bild, eine Annäherung in fünf Kapiteln (6 min)
Karin Haenlein + Gabriele Schwark
Bilder sind in unserer heutigen Welt allgegenwärtig. Wir Menschen produzieren und rezipieren mehr Bilder als jemals zuvor in der Geschichte. Angelegt in fünf Kapiteln untersucht der Kurzfilm auf experimentelle Weise den Umgang mit analogen und digitalen Bildern. Wie verändert sich unser Blick auf die Welt und unsere Praktiken angesichts der Masse an Bildern?

Die Diebin. 1992 (24 min., Wiederaufführung)
Uli M. Fischer
Ein Kunstliebhaber, eine Diebin und ein Passant geraten auf scheinbar schicksalshafte Weise auf die gleichen Wege. Ein filmisches Fragment.

Memory Berliner Zimmer (9 min., Premiere)
Jörn Staeger
Ein Erzähler führt den Betrachter in die verschwundene Welt eines Berliner Hinterhofs während der Zeit des Kalten Krieges. Dann wandert der Blick zu drei exponierten Gebäuden West-Berlins, die ihren Untergang wie auch ihre Auferstehung erlebt haben. Nach und nach verbinden sich die Orte mit den Erlebnissen des Autors.

Vom Wind, (7 min., Premiere)
Jörn Staeger
Ein Filmgedicht über Wind.

Saisonale Gäste (14 min.)
Doro Carl
Der Weg zur Insel Neuwerk führt durch das Watt. Eine Zwischenwelt aus Ab- und Anwesenheit, Wasser und Land. Aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiträumen nähert sich der essayistische Kurzfilm dieser Übergangszone an.

Bom Dia Corvo (51. min, Premiere) 
Anders Lang
Woher bekomme ich eine Schraube? Mein Nachbar hat eine, doch mit dem hab‘ ich mich gestern gestritten. Das ist ein großes Problem, wenn man isoliert mitten im Atlantik auf einer kleinen Insel am westlichsten Rand Europas lebt. Auf Corvo. Es gibt einen fantastischen Vulkankrater, der manche Gäste lockt und einen Flughafen am Rande der kleinen Stadt. Doch wer hierher kommt, bleibt kaum länger als einen Tag. Und verpasst Geschichten von Piraten, einer Heiligen und einer ganz besonderen Gemeinschaft. Die 440 Einwohner*innen halten auf dem Mini-Eiland zusammen – so gut es geht. Und letztlich lässt sich immer irgendwo eine passende Schraube finden…

Weitere Infos: art-off-hamburg.de
Gefördert im Rahmen des Kultursommers Hamburg



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Pas Sage
Hamburg – Marseille
20. – 22.8.21

Sylvie Réno & Blandine Herrmann

Was für eine Freude nach zwei Jahren der Corona Reisebeschränkungen wieder Künstler*innen aus unserer Partnerstadt Marseille im FRISE Künstlerhaus zu begrüßen!

Am Freitag den 20. August eröffnen Sylvie Réno und Blandine Herrmann ihre Ausstellung „Pas Sage“ (zu deutsch: ungezogen), ein Wortspiel zu PASSAGES ihrem zweiten Projekt in Hamburg, das im Rahmen des ART OFF KULTURSOMMERS vom 3. – 5. September in Ottensen zu sehen sein wird.

Sylvie Réno arbeitet derweil im FRISE/AIR an ihrer PLAYLIST, einer Assemblage aus bekannten deutschen und französischen Musiktiteln. Dafür befragte sie ihre deutschen und französischen Freund*innen, deren Vorschläge über „La Vie en Rose“ (E. Piaf), „Je t’aime moi non plus“ (S. Gainsbourg) bis hin zu Kraftwerks „Fahren, fahren, fahren auf der Autobahn“, u.a. reichten.

Die junge Malerin Blandine Herrmann arbeitet an einer malerischen Ikonographie, die Kultur- und Sprachgrenzen überschreitende Symbole und Muster kombiniert.In Zusammenarbeit mit ihren deutschen und französischen Kolleg*innen (Fred Clavère) nehmen sie am 3. – 5. September am WESTWALK des ART OFF Kultursommers als eines von 14 FRISE Projekten teil.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung #kunstkenntkeinenshutdown

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Anja Zander
Werkschau
23. – 30.7.21

„Dieses Leben ist wie ein Traum“
Nichiren Daishonin

Anja Zanders inszenierte Film und Fotoarbeiten erfassen abstrakte Ideen und menschliche Verhaltensweisen in einer lebendigen Bildsprache. Dafür taucht sie unter die Oberflächliche ihrer Sujets und deckt Sehnsüchte und intime, zwischenmenschliche Welten auf. So betritt man in ihren Arbeiten stilisierte Räume und trifft auf eigenwillige und fast alltägliche Handlungen und Emotionen. Dabei beschreibt Anja Zander Archetypen und entwickelt handlungsorientierte Situationen als Ersatzwelten für Aspekte des Seins. Die Kraft der Bilder entsteht aus der Empathie mit den Charakteren, denen unter anderem Fähigkeiten zur Verbindung mit zu sich selbst und der Umgebung fehlen. In dem Verlauf Ihrer Arbeiten machen die Charaktere Wandlungen durch, das Verlorene wird wieder entdeckt und gefunden und eine neue Ordnung kann entstehen. So ist eine konstante Thematik in Ihren Arbeiten, die innere Wandlung von individueller Begrenzung hin zu gedanklicher und emotionaler Freiheit.