Exhibition

2021

Jahresausblick:
Pandemische Formate

„Pandemische Formate“ – Pandemie (von altgriechisch παν pan‚ gesamt, umfassend, alles und δῆμος dēmos – Volk).

Bypass-Versuche neuer Vermittlungsformen nach dem Prinzip der Verschränkung von Innen und Außen, von digitalem und öffentlichem Raum.

In den Monaten der Corona Pandemie –

scheint es, als würde das kulturelle Leben einen Fast-Infarkt erleiden. Einschränkungen von Bewegungsfreiheit und analogem Austausch führen zu künstlerischen „bypass“-Versuchen, die einerseits in der erweiterten Nutzung des digitalen Raumes, jedoch auch in der Neuentdeckung der nahen Umgebung und des öffentlichen Raumes münden. Für das Jahr 2021 will FRISE diese Erfahrungen für die künstlerische Arbeit und deren Vermittlung nutzen, d.h. die vorhandenen räumlichen Möglichkeiten, Ressourcen und Potentiale intensivieren. Unterschiedliche Ausstellungsformate, auch im Außenraum der FRISE, ergänzen und unterstützen das Programm der Galerie.

Die Auswahl der Projekte von Künstler*innen für das Ausstellungsprogramm 2021 reflektiert das transitorische Moment künstlerischer Arbeit: Übergänge von Malerei in Skulptur, das Überprüfen des Realen versus des Fiktiven, sowie das Interesse und die Bereitschaft neue Formen auszuprobieren, bzw. zu etablieren.  Der so entstehende Wechselbezug zwischen einem Innen und einem Außen entwirft Fragen nach neuer Orientierung.

Diese Prozesse korrelieren mit dem Übergangshaften der gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen. Und er könnte zum künftigen Dauermodus werden in Anbetracht der anstehenden globalen Themen (Klimawandel, Pandemien, Schutz von Ressourcen und deren gerechtere Verteilung u.a. Das Jahresprogramm der FRISE wird zum Versuchsfeld für künstlerische Selbstbehauptungen und Neukonstruktionen in Zeiten des Umbruchs .

Die einzelnen Formate können sich überlagern, im Idealfall kann ein Projekt im Ausstellungsprogramm alle Formate gleichzeitig bespielen. 

So versuchen wir die Präsenz  künstlerischer Arbeit im näheren Umfeld/Stadtteil zu öffnen.

Schaukasten 2021

heinrich-das-letzte-mal

Dorothea Heinrich
Aus der Serie: Das letzte Mal.
Fotografie, April 2021