TEGAMI

„TEGAMI – Perspektiven japanischer Künstler – Tomoko Inagaki“

Die Ausstellung zeigt japanische Kunst nach der Fukushima-Katastrophe.

Video und Installation der japanischen Künstlerin Tomoko Inagaki.

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Workshop 1 : „息 –breath”
Mi. 04. Mai um 19 Uhr
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Ausstellungseröffnung:
Mittwoch 04. Mai um 20 Uhr
4. – 15. Mai 2016
geöffnet : Fr – So 16-18 Uhr
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Workshop 2 : „Takoyaki“
Sonntag 08. Mai um 17 Uhr (ca. 1h)
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Video Abend : „Melting Point”
Mittwoch 11. Mai um 19 Uhr
Videos von japanischen Künstlern.
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mehr Infos

AUSSCHREIBUNG EDITH-BRECKWOLDT-STIPENDIUM

Die Kulturbehörde Hamburg und das Künstlerhaus FRISE schreiben erstmalig in Kooperation mit der Breckwoldt-Stiftung das zweijährige Edith-Breckwoldt-Stipendium zur Förderung von Absolventinnen und Absolventen im Bereich Bildende Kunst aus.

• Artist-in-Residence im Künstlerhaus FRISE Hamburg
• Zeitraum: 1. Oktober 2016 – 30. September 2018
• Bewerbungsfrist: 1. März 2016
• Benachrichtigung der Bewerber: bis 31. März 2016
• Mietfreies Wohnen im Wohnatelier Künstlerhaus FRISE
• Materialkostenzuschuss (monatlich 275,- Euro)
• Einmaliger Zuschuss für Abschlussausstellung/ Katalog (1000, -Euro)

Im Rahmen des Stipendiums stellt das Künstlerhaus FRISE vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 ein Wohnatelier von 56 Quadratmetern mit Küche und Bad für eine Künstlerin oder einen Künstler mietfrei zur Verfügung. Das Wohnatelier befindet sich im 3. Stock, ein Fahrstuhl ist nicht vorhanden. Die Breckwoldt-Stiftung und die Kulturbehörde tragen die Mietkosten in Höhe von 510 Euro im Monat. Zudem erhält der Stipendiat einen monatlichen Materialkostenzuschuss in Höhe von 275 Euro sowie einen einmaligen Zuschuss für die Abschlussausstellung und den Katalog in Höhe von 1.000 Euro.

Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich bildende Künstlerinnen und Künstler aller Genres mit Wohnsitz in Hamburg oder der Metropolregion Hamburg (http://metropolregion.hamburg.de/karte/), die ihr Studium in den letzten fünf Jahren an einer künstlerischen Hochschule abgeschlossen haben. Im Andenken an die Namensgeberin des Stipendiums sind ausdrücklich auch Bewerbungen von Autodidakten erwünscht.

Von der Stipendiatin/dem Stipendiaten wird erwartet, dass sie/er sich in die Selbstverwaltung des Hauses einbringt, am Ausstellungs- und Residenzprogramm aktiv mitarbeitet und während des Stipendiums dem Verein FRISE – Künstlerhaus Hamburg e.V. beitritt.
Das Künstlerhaus FRISE befindet sich seit 2003 im ehemaligen Friseurinstitut in der Arnoldstraße in Hamburg-Ottensen. Um die 40 Künstlerinnen und Künstler arbeiten in Einzel- und Gruppenateliers und sind nicht nur untereinander, sondern auch mit Gästen und Partnern weltweit im Rahmen des Residenzprogramms „FRISE AiR“ vernetzt. Weitere Informationen über das Haus unter www.frise.de.
Im Sinne des Kunstverständnisses der Stifterin und 2013 verstorbenen Künstlerin Edith Breckwoldt (www.edith-breckwoldt.de) fördert die Breckwoldt-Stiftung (http://www.breckwoldt-stiftung.de) Künstler und ihre Projekte, die sich jenseits von Trends des Kunstmarktes eine eigene künstlerische Sprache erarbeiten. Mit dem Ziel, das Andenken der Hamburger Bildhauerin zu bewahren und gleichzeitig junge Kunst in Hamburg zu fördern, wurde daher als Weiterentwicklung des Stipendiums „Studio F“ 2016 das Edith-Breckwoldt-Stipendium ins Leben gerufen.

Bewerbungsunterlagen
Einzureichen sind:
• Erläuterung zur eigenen Arbeit in Form eines Textes (max. 1 Seite)
• Motivationsschreiben & Information zu Ihrer aktuellen Wohn/Ateliersituation (max. 1 Seite)
• Erläuterung zum geplanten Vorhaben während des Aufenthalts (max. 1 Seite)
• Vita
• Arbeitsproben: 1 PDF (max. 3 MB) und/oder Video-Arbeiten (max. 3) per Online-Link

Die Bewerbungsunterlagen sind ausschließlich in elektronischer Form zugelassen und unter dem Betreff „Edith-Breckwoldt-Stipendium“ an das Künstlerhaus FRISE zu schicken:

edith-breckwoldt-stipendium@frise.de
Bewerbungsschluss ist der 1. März 2016.

Ausstellungsreihe 2015: "Konstellationen; zwei + eins"

Internationaler Künstleraustausch, Diversität und Anerkennung

Im dritten Jahr des kombinierten Artist-in-Residence (AiR) und Ausstellungsprogramms
geht es um die Konstellationen von Künstlern in einem zwei + eins Modus.
So treffen z.B. zwei Künstler aus unterschiedlichen Ländern aufeinander und
werden hier mit einem Dritten lokalen Beteiligten konfrontiert.

»Die Querung des Gleichers« in 2013 verwies auf das Erforschen von Unbekanntem und
Fremdem als eine Bewegung hin zum Anderen. Der Gleicher, ein älteres Wort für den
Äquator, stellt sich in die Mitte, als Balance-Akt vom Bekannten zum Unbekannten.

Mit »Crossing Differences« in 2014 verfolgte das Programm Aspekte von gemeinsamen
Verbindungen im internationalen Kunst- und Kulturaustausch. Thema war es, bestehende
und neue Künstler-Kooperationen als ein künstlerisches, solidarisches Miteinander zu formulieren.

Das Programm 2015 thematisiert eine Art Syntax von Künstlerkonversationen und
-konstellationen. Es geht um das Zustandekommen von Wahrnehmungen als Dialektik der
gegenseitigen Anerkennung in einem Modus von zwei + eins.

Zwei + eins, die kleinste mögliche Gruppenbildung, versteht sich als ein
triametrales Aufgreifen von These, Antithese und Anti-Anti-These zu einer mehrfach
verhandelten Konstellation, die durch Hinzufügen des Komplementärs eine Erweiterung
findet.

Zwei + eins kann sich als eine stabile und unstabile Figuration ereignen. Das
Selbstver­ständnis von zwei + eins kann sich selbst identisch oder auch einzeln
different entwickeln.
Künstler machen sich auf die Suche, entdecken Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Sie kommen aus verschiedenen Nationen oder künstlerischen Zusammenhängen. Sie
verhandeln, wägen ab und kommen zu einer in dieser Konstellation gültigen
Kunstbe­hauptung.

Die Themenfelder von Geopolitik und deren Konflikte thematisieren polare Diskurse,
durch ein Streiten um Anerkennung und Interesse. Zwei + eins lässt komplexe und
übersichtliche Zusammenhänge sichtbar werden, in dem es durch die
Künstlerkonstellationen einen
Betrachtungsabstand einnimmt.

Dieser Betrachtungsabstand entsteht durch die konkret messbare Entfernung des
Subjektes zu der in Betracht kommenden kulturellen Differenz als Gegenstand der
Verhandlung. Die einzelnen Perspektiven zeigen sich im Prozess des Miteinander z.B.
im AiR, der Ausstellungsituation, einem Vortrag oder einer Performance etc.

Der zwei + eins Betrachtungsabstand kann u.a. folgende Themen aufgreifen:

Behauptung vs. Unterscheidung/ Clash of cultures / Kunst-Kapital vs. und
Kapital-Kunst/ Arroganz und Chauvinismus der Creativ Industries/ das Gespenst der
Globalisierung / Regional Kulturen / Zentrum und Peripherie von
Künstler-Produktionen /
Logik der Zusammensicht/ Zahlen und Mythen, Metrik und Kultur / Differenz / Die
Glaubensfrage / Der Mythos Frieden / Kunst und Pazifismus / Künstlerproteste /
Künstler als Befürworter des Krieges / Künstler als Stadtplaner / Mainstream vs.
kritischer Gemeinsinn /

(Michael Kress für FRISE-Programm, 2015)