Hoffmann + Severin

12. – 20. Februar 2022

Fort im Winkel


Frise-Fort-im-Winkel-Hoffmann-Severin

Frise-Fort-im-Winkel-Hoffmann-Severin
Frise-Fort-im-Winkel-Hoffmann-Severin
Frise-Fort-im-Winkel-Hoffmann-Severin
Frise-Fort-im-Winkel-Hoffmann-Severin

Rechtecke, Quadrate, Rauten, Trapeze – die Formauswahl scheint auf den ersten Blick beschränkt.
„Könnt ihr nicht was mit Tieren machen?“ – Nö, heute nicht. Schließlich waren wir schon am Wasser und haben die schwimmenden Schwäne beobachtet.
Also, dann wieder städtische Formen, so wie in der Hafen-City, naja, oder so ähnlich.

Kathrin Hoffmann und Sebastian Severin zeigen im Künstlerhaus FRISE alte und neue Arbeiten. Hoffmann malt in Öl auf Leinwand und Severin baut vorwiegend konzeptuelle Skulpturen. Gewissermaßen baut auch Hoffmann ihre Bilder. Die Rahmen bestehen immer noch aus verschraubten Kiefernholzlatten. Minutiös werden auf dem Leinengewebe Fluchtpunkte konstruiert, Winkel aneinander gesetzt und Farbwände gegossen. Balken stützen Pfeiler, Decken decken Decken. Hin und wieder durchbrechen Rahmen den umschlossenen Raum und geben den Blick frei auf ein Aussen jenseits des Gebäudes. Schatten werfen keine Schatten und Putz bricht das einfallende Licht nicht unbedingt in einen bunten Fächer aus Spektralfarben.

Hingegen sind die Skulpturen von Severin eigentlich Gemälde: Feine Linien in satten Schwarz- und Grauwerten stehen kompositorisch großen Flächen gegenüber. Ein Schelm, wer Spannung denkt. Schmale Striche in Rot- und Blautönen fangen vor dunklen Hintergründen an, ihre zauberische Farbwirkung zu entfalten. Schließlich scheinen auch figürliche Aspekte hervor. Selbst Sprache wird erst blumig, dann lasierend und später opak.

Nur geht es bei dieser Ausstellung weniger um ein Verwischen von Genregrenzen. Das käme nach der photovoltaischen Sonnenuhr der Memekultur sowieso zu spät. In der ehemaligen Ausbildungsstätte für Friseur*innen in Altona werden in bekannter Art Tafelbilder und plastische Arbeiten zusehen sein, arrangiert im dreidimensionalen Raum. Die passende Umgebung gibt‘s weiter unten am Geesthang.

Gefördert aus Mitteln der Behörde für Kultur und Medien Hamburg